Pierre Klossowski - Lebendes Geld

Uraufführung unter der gemeinsamen Schirmherrschaft der Botschaft der Republik Polen und von André Schmitz, Staatssekretär für Kultur.

Herbst 2008, Max Taut Aula, Berlin-Lichtenberg

Premiere: 15. Oktober 2008, Aufführungen: 16. Okt. - 2. Nov. 2008

Die Inszenierung basiert auf Motiven des visionären Werks Das Lebende Geld (La Monnaie vivante) des Autors, Philosophen und Künstlers Pierre Klossowski, einem der eigenständigsten Vertreter der europäischen Kunstszene. Geboren 1905 als Sohn polnischer Eltern und Bruder des Malers Balthus führte sein Lebensweg über Berlin und die Schweiz nach Paris, wo er 2001 im hohen Alter starb. "Lebendes Geld" ist Klossowskis Antwort auf die zerstörerischen Kräfte der industriellen Fabrikation in ihrer gesamten Monstrosität und auf den Taumel der Ökonomie. Dagegen setzt er die Kräfte der Kunst, die Macht der Bilder und der Suggestion.

 
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Radiogespräch mit dem Regisseur Christian Bertram



Le­ben­des Geld - Le­ben­de Bil­der - Phan­tas­ma­-
Phy­sik der Kör­per und Ge­bär­den

In 13 Szenen und Episoden, die sich zu "Lebenden Bildern" verdichten, untersucht der Regisseur Christian Bertram mit einem deutsch-polnischen Ensemble die Ursachen und Auswüchse der modernen Ökonomie und konterkariert sie in einem surrealen, traumartigen Kunstraum mit den verborgenen erotischen Leidenschaften, den geheimen Mächten des Trieblebens.
Mit Seitenblick auf die aktuell beschworenen Exzesse der taumelnden Finanz- und Wirtschaftswelt, parodiert der Abend die auf Nutzen und Ausnutzung reduzierte Welt. Zwischen Fiktion und Wirklichkeit, Installation und theatralischem Spiel erfindet sich eine neue sinnliche Währung, in welcher die schöpferischen Kräfte der Kunst eine zentrale Rolle einnehmen. Vom Zeichen des Mangels zum Wunder der Zukunft.



Szenen
Straßenszene - Tableau: Hotel Monopol - Sie stirbt vor Lust - Drang und Dringlichkeit - Die parallelen Barren - Bedürfnisse des Individuums - Die Gratuität und ihr Preis - Mittel der Suggestion - Diana und Aktaion - Die prekäre Lage des Künstlers - Eine Pantomime der Geister - Point of no Return - Tableau: Lebendes Geld.
Dauer 1 Stunde 50 Minuten (zzgl. einer Pause).

Ich wollte in die Ökonomie eine Dimension ein-
führen, die bisher abwesend war.

Es spielen
Astrid Gorvin, Joanna Kupnicka, Nicola Schößler, Andrzej "filet" Fikus, Mirek Machnik, Martin Olbertz

Inszenierung: Christian Bertram | Dramaturgie: Simone Bernet | Bühnenbild: Folke Hanfeld | Musik: Daniel Teige | Lichtdesign: Boris Kahnert | Kostüm: Gisela Storch-Pestalozza | Maske: Cornelia Wentzel | Regieassistenz: Sophia Domagala
Bühnentechnik: Kersten Tschernay | Grafische Arbeit: Martin Profittlich | Öffentlichkeitsarbeit: Katja Kettner

Die Uraufführung war am Mittwoch, 15. Oktober 2008 mit weiteren 10 Aufführungen in der Zeit bis zum 2. November 2008
[Mehr Informationen dazu auf der Homepage des mahagonny e.V....]

PIERRE-KLOSSOWSKI-SPECIAL

Begleitend zu den Aufführungen fand am 25. und 26.Oktober 2008 ein "Pierre-Klossowski-Special" statt, mit Filmen von und über den Künstler, Lesungen und zwei Podiumsdiskussionen zur sowohl provokanten als auch befreienden Idee des "Lebenden Geldes".
Teilnehmer und Mitwirkende waren: Walter Seitter, Horst Ebner, Martin Burckhardt, Stefan Heidenreich, Slaven Waelti, Bernhard Vief, Christian Bertram, Simone Bernet, Nicola Schößler, Astrid Gorvin, Martin Olbertz
[Mehr Informationen dazu...]

Das Projekt wurde gefördert vom Fonds Darstellende Künste e.V. - aus „Sonderprojekt OSTEUROPA“ und der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin. Es wurde realisiert in Zusammenarbeit mit Institutionen aus Deutschland und Polen.

Produziert von mahagonny - Theater Kunst Kulturarbeit e.V.


Straßenszene

Tableau Lebendes Geld

Drang und Dringlichkeit

Die parallelen Barren

Die parallelen Barren

Die Gratuität und ihr Preis

Diana und Aktaion

Eine Pantomime der Geister

Tableau Lebendes Geld

Tableau Lebendes Geld

Tableau Lebendes Geld